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Ein Stachel, ein spitzer Dorn.

  Ja, stich zu. Stich nur zu, weiter, immer weiter, nichts hält dich auf. Erstich mich nur, immer wieder, während ich am Boden liege und mich winde und leide und sterbe, während ich verblute, elendig in meiner eigenen Untätigkeit.

  Wie kann man nur so blind sein. So dumm und naiv. Wie, ja wie?

  Ist ein stummes Opfer, eines, das nicht widerspricht, immer im Unrecht? Bedeutet die Stille, die sein Mund verschließt wie das imaginäre Schloss, dessen Schlüssel man über die Schulter wirft und vergisst, immer, dass man alles akzeptiert? Kann man nicht einmal darüber nachdenken, dass es möglicherweise Anstand, Höflichkeit, der Wille um Verständnis es ist, der es schweigen lässt?

  Über Wochen? Über Monate? Über Jahre?

  Er sagt, er liebt mich. Er braucht mich. Er versteht mich.

  Aber nein, oh nein, er versteht mich nicht. Wie sonst kann er mich so erstechen, mit diesem Dorn, diesem Stachel, dem Messer aus Worten. Wieder, und immer wieder. Ohne es zu merken.

  Lastimoso.

19.4.14 21:33

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