Meta



Gratis bloggen bei
myblog.de





 

Die Dämonen, die ich rief.

  Die Dämonen sind wieder da. Ich kann sie fühlen. Ich kann sie hören. Ich kann sie riechen.

  Wie ein bitter und sauer zugleich schmeckender Belag lasten sie schwer auf meiner Zunge. Erdrücken sie mit ihrem stinkenden Gewicht der Lügen, der Verdorbenheit, des Leids. Ihre Schreie riechen nach Verzweiflung, ihr Kämpfen gegen die Ketten des Daseins fühlt sich an wie ein Abgrund. Er erfüllt mich ganz, verwandelt mein Innerstes in ein bodenloses schwarzes Loch aus Angst, aus dem das Gute verbannt und in welches das Böse verdammt wird. Das Böse, das Herzlose, das Heimtückische. Das Frevlerische, das Abscheuliche, das Widerwärtige. Das Unmenschliche, Umbarmherzige; das gnadenlos kalte Böse; das Leben; der Tod; die Dämonen. Die verabscheuungswürdigste aller Verabscheuungswürdigkeiten fließt in mich hinein, hinein in den unendlich tiefen und breiten Spalt zwischen Glück und Unglück, der die Stelle meines steinernen Herzens einnimmt, und füllt ihn aus; erfüllt ihn ganz; und die Dämonen schreien, sie schreien so laut dass ich glaube taub zu werden und ich höre nichts. Sie sind schwarz wie das Nichts, schwarz wie die Liebe, schwarz wie die Welt und ich sehe alles.

  Die Dämonen sind wieder da. Ich kann sie hören. Ich kann sie sehen. Ich kann sie riechen. Sie sind böse und kalt und schwarz und da.

  Ich sehe dir in die Augen;

  Und ich schicke sie wieder fort.

19.4.14 21:38

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen