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Leer. So leer. Meistens fühle ich gar nichts. Wenn ich mich nicht bewege kann ich mir sogar vorstellen, dass ich gar nicht existiere. Das mindert das Verlangen, diese Fantasie zur Realität machen zu wollen. Denn was bin ich schon. Ein wandelnder Haufen Fleisch und Knochen. Aber dann spüre ich meinen Herzschlag. Im Handgelenk, in der Brust oder am Hals. Er zeigt mir die harte Wahrheit: Dass ich da bin und lebe. Schuldgefühle sind eine starke Emotion... Meistens liegt etwas aus Metall immer in der Nähe. Ein Nagelset. Ich bin schließlich ein Mädchen.Eine Pinzette. Eine Schere. Eigentlich hilft alles gegen das plötzlich aufkommende Gefühl. Diese Sucht, von einem Moment zum anderen, mir Schmerzen zuzufügen. Im Hinterkopf nur die Angst vor den Worten der anderen. Bloß keine Narben. Mach es da wo man es nicht sieht. Aber da, wo die Haut hell ist.Am Ende ist man nur wieder sauer auf sich. Man tat es, weil man lebt und den Atem der Welt verschwendet. Aber dann hasst man sich, weil man schwach ist. Was nur wieder den Grund der Schuldgefühle bestätigt. Man ist nicht nur überflüssig, man ist eine Schande. Das Leben ist ein Teufelskreis... Man könnte aussteigen. Aber man geht mit dem Strom. Man zerbricht, Stück für Stück, wie eine antike Vase, die nichts gegen den Lauf der Zeit anrichten kann. Niemand sieht es. Aber man spürt es. Jede Sekunde. Was wäre schon, wenn ich ginge. Vielleicht wären ein paar traurig. Einer oder sogar zwei. Aber im Endeffekt habe ich mein Leiden verkürzt und meine sinnlose materielle Existenz durch Freiraum ersetzt, der mit etwas Lebensfähigem gefüllt werden kann. Viel zu selten sind Menschen so selbstlos...

17.11.15 01:47

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